J.S. Bach
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Orgelwerke von Johann Sebastian Bach aus dem Dom zu Fulda

Main Performer
or Conductor:
Hans-J³rgen Kaiser
Soloists:r
Instrumentation:Organ
Individual Works:Toccata, Adagio und Fuge C-Dur (BWV 564)
Partita "Sei gegr³*et"; Choral & 11 Variationen (BWV 768)
Sonata IV (BWV 528)
Prõludium und Fuge g-moll (BWV 535)
Schm³cke dich, o liebe Seele (BWV 654)
Toccata und Fuge d-moll (BWV 565)
Format:Compact Disc
Record Label:Querstand
Catalog Number:VKJK 0024
Year Released/Recorded:2000
Total Playing Time:71:53 min
Related Web Site:http://www.querstand.de/
Comments:Roland Ludwig said:

Well, I am responsible for marketing at querstand label. So you have to read the following as a promotional text and not as an independent comment :-) Unfortunately, I can not offer this text in English but in this way, at least the German users have the opportunity to read it.

Architektur, so meinte Schopenhauer, sei im Grunde nichts anderes als "gefrorene Musik". Und auch wenn man einwenden mag, daß das implizierte Bild der Kõlte, der Erstarrung, der statischen Unbeweglichkeit ganz und gar nicht zur Musik passe, die doch etwas Lebendiges, Warmes, Fließendes sei, hat der große Philosoph in gewisser Weise recht. So wie der Blick an einer ionischen oder dorischen Sõule von ihrem mõchtigen Fuß nach oben bis zu den feinziselierten Kapitellen schweift, so verfolgt das Ohr die Notenfolgen von der einfachen Melodie bis zum kaskadenartigen Disharmoniecluster.
In diesem Sinne muß man kein m³hevoll zusammengehaltenes Konstrukt schaffen, um zu erklõren, warum Musik von Johann Sebastian Bach so wunderbar in den Fuldaer Dom paßt. Der Thomaskantor malt mit einfachen Tönen ebenso einfache Bilder, die er dann mit großer Farbenf³lle nachkoloriert - genauso bietet sich die Farbgestaltung des Innenraums der Domkirche dar: eine f³r einen Barockbau ungewöhnlich einfache Grundgestaltung, welche die Koloraturen aber umso wirkungsvoller zur Geltung bringt, ohne ihnen erdr³ckende Schwere einzurõumen. Burghard Preusler geht im Booklettext noch weiter: "Wenn f³r die Musik Bachs auch immer wieder die r³ckstõndige Bindung an das Mittelalter betont wird - ob f³r die Kunstgattungen immer treffsicher ihre Fortschrittlichkeit oder (Un-)Gleichzeitigkeit diagnostiziert werden kann, mögen andere entscheiden -, die Verkn³pfung von einfachsten, gestalterischen Regeln mit einem hohen Komplexitõtsgrad kompositorischer Raumdurchdringung lõßt sich in diesem Sinne in anspruchsvolleren zeitgenössischen Architekturen wie dem Fuldaer Dom wiederfinden."
Domorganist Hans-J³rgen Kaiser versteht es in beeindruckender Weise, die Musik Bachs in Beziehung zum Klangraum des Fuldaer Doms zu setzen. Das eröffnende Werk "Toccata, Adagio und Fuge C-Dur" verkörpert die barock-prõchtige, verspielte Komponente wohl am augenfõlligsten, wõhrend die Variationen ³ber den Choral "Sei gegr³ßet, Jesu g³tig" ein breites Spektrum Bachscher Kompositionskunst zu Gehör bringen, da sie ³ber einen lõngeren Zeitraum hinweg entstanden sind. Das wohl bekannteste Orgelwerk ³berhaupt, die "Toccata und Fuge d-moll", beschließt diese CD. Auch wenn in letzter Zeit Zweifel aufgekommen sind, ob es ³berhaupt von Bach komponiert wurde, ist es doch im musikalischen Kontext alles andere als deplaziert und f³gt sich perfekt in die Architektur dieses Tontrõgers ein, der damit völlig unabhõngig vom Bach-Trend des Jahres 2000 den "Test Of Time" besteht.

Acknowledgements:Thank you to the following for submitting this recording and for your comments:
  • Roland Ludwig
Date First Submitted:02/19/2001
Purchasing:Suggested Purchasing Sources
Note: Inclusion in this database does not guarantee the availability of any recording. Some recordings may be out-of-print or no longer available.

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